Wer wir sind

Wir sind drei, mehr oder weniger, junge Männer: Tommy, Shiraz und Wanja. Wir sind seit unzähligen Jahren gute Freunde und haben zusammen großartige Sachen erleben dürfen. Wir haben dieses Projekt im Januar 2015 gestartet und auch dann diese Texte verfasst:

 

Wanja Greuel (geboren 28.09.1977 / Staatsangehörigkeit: Deutsch und Schweiz):

IMG_7350Ich wurde in Bonn, Deutschland geboren und bin in Kaiserslautern aufgewachsen. Da meine Mutter Schweizerin ist und mein Vater Deutscher, habe ich beide Staatsbürgerschaften. Ich habe vier Geschwister und zur Zeit bin ich 14- facher Onkel. Das heißt, ich wuchs in einer sehr belebten und rasanten Umgebung auf. So viele Geschwister zu haben, hat vielleicht ein paar Nachteile, aber alles in allem war es das Beste, was mir passieren konnte – ich hatte die beste Kindheit, die man sich vorstellen kann. Nachdem ich in Mannheim, Deutschland studiert habe und ein Jahr in Athen, Griechenland verbracht habe, lebe ich seit 2005 in der Schweiz – eins der schönsten Länder auf dieser Erde. Ich liebe Sport – hauptsächlich selber Sport machen, aber ich bin auch ein enthusiastischer Fan von allen sportlichen Events weltweit, vor allem wenn es um Fußball geht. Außerdem arbeite ich in der Sport-Marketing-Industrie und so wurde mein Hobby zu meinem Job. Also, das bin ich. Gesegnet mit tollen Leuten und viel Glück in meinem Leben. Ich habe zwei Vorbilder: Meine Mutter und mein Vater. Beide haben mir die wichtigsten Dinge im Leben beigebracht. Von meinem Vater habe ich den Ehrgeiz und die Beharrlichkeit, während ich die sozialen Fähigkeiten und den Respekt wahrscheinlich ein bisschen mehr von meiner Mutter habe. Das führt mich auch zu den Werten die mir am wichtigsten sind: Respekt, Toleranz, Friede, Freundschaft und Leidenschaft – egal was du machst.

Also kam uns die Idee mit „Charity Circle“. Ich will für Andere etwas Gutes tun. Obwohl ich weiß, dass es nur kleine Dinge sind die wir verändern können, glaube ich dass es sich lohnt zu versuchen das Leben Anderer zu verbessern.

 

Shiraz Naeem (geboren 17.07.1977 / Staatsangehörigkeit: Deutsch):

aIch heiße Shiraz, bin am 17.07.77 in Gujranwala / Pakistan geboren. Mit 2 Jahren haben mich meine Eltern nach Deutschland gebracht. Hier bin ich in ziemlich sicheren und wohlbehüteten Verhältnissen aufgewachsen. Sicherlich war das finanzielle Niveau dabei nicht immer sehr hoch, denn wie man sich vorstellen kann, ist es für einen Einwanderer mit damals 3 Kindern nicht wirklich einfach die Füße auf den Boden zu bekommen. An dieser Stelle muss ich deswegen gleich mal den Hut ziehen vor der Leistung meiner Eltern. Aus 3 Kindern wurden 6 und aus dem Mann, der Anfangs in einer Textilfabrik arbeitete, wurde ein recht erfolgreicher Geschäftsmann. Er konnte dafür Sorge tragen, dass all seine Kinder eine ordentliche Ausbildung bekamen und anschließend Ihr Leben selbst in die Hand genommen haben. Im Laufe unseres Lebens ging es stetig aufwärts. Als Kinder haben wir dieses Streben nach dem Glück natürlich hautnah mitbekommen. Wir mussten als sogenannte Schlüsselkinder den Haushalt zum größten Teil selber schmeißen. Wir haben unsere Eltern gerade in der Anfangsphase nur abends zu Gesicht bekommen. Geschadet hat es nicht! Uns wurde schon früh sehr viel Eigenverantwortung und selbständiges Handeln beigebracht. Nach der Schulzeit habe ich meinen Wehrdienst bei den Fallschirmjägern geleistet und habe dann in Mannheim studiert. Zu dem Zeitpunkt habe ich mich schon mit meinem heutigen Geschäft befasst. So kam es, dass ich die Zeit als Student sehr genoss und das Studium dann aber vorzeitig abgebrochen habe, weil mir sehr deutlich wurde welchen Weg ich wähle für meine berufliche Laufbahn! Seit 2003 führe ich eine Firma, die sich mit der Verwertung von Industrieunternehmen befasst.

Ich reise sehr gerne und habe natürlich auch schon mehrere Reisen nach Pakistan hinter mir. Jedes Mal wenn ich dorthin fahre, wo ich geboren bin, staune ich über das Glück, das mir widerfahren ist. Wenn ich mir die Verhältnisse anschaue, die dort vorherrschen, ist das Glück eigentlich kaum noch fassbar zu realisieren, in Deutschland aufgewachsen zu sein und heute in fast sorgenfreien Verhältnissen zu leben ! Meine Reisen auch in andere Teile der Welt haben mir deutlich gemacht, was für ein Segen es eigentlich ist, in einem Land aufzuwachsen, wo es den Menschen im Verhältnis zumindest finanziell recht gut geht! Und ein bisschen möchte ich dieses Glück teilen und hoffe mit unserem Charity Circle ,wenn auch nur im klitzekleinen Bereich, das Leben für ein paar Menschen zu verbessern !

 

Tommy Köhler (geboren 01.12.1978 / Staatsangehörigkeit: Deutsch):


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Hallo, ich heisse Thomas Köhler, aber alle nennen mich Tommy. Ich wurde 1978 in Mönchengladbach, einer kleinen Stadt im Westen Deutschlands geboren. Ich bin der Jüngste von drei Geschwistern. Meine Eltern zogen mich und meine zwei älteren Schwestern in einer sicheren und geborgenen Umgebung groß. Als Kinder hatten wir alles wonach man hätte fragen können. Meine Familie war zu dem Zeitpunkt nicht reich, aber wir hatten ein gutes Leben. Meine Mutter war Lehrerin, mein Vater führte das textile Familienunternehmen weiter und gründete später das bekannte Modelabel „Cinque“. Mit seinem großen Erfolg in den späten 90er Jahren konnte er die finanzielle Unabhängigkeit unserer Familie sicher stellen. Trotz einer tollen Jugend und einem liebevollen Umfeld wusste ich lange nicht so recht was ich mit meinem Leben anfangen sollte. Meine Schullaufbahn verlief problematisch, da ich früh meinen eigenen Kopf hatte und es war nicht immer einfach auf meinem Weg zu dem Punkt an dem ich heute bin. Ich bin sehr dankbar für das was ich über Jahre erlebt habe und nicht zuletzt haben mich die Rückschläge und Hindernisse zu dem Menschen gemacht der ich heute bin.

Nach dem Abitur absolvierte ich meine Wehrpflicht und studierte dann in Bonn. Zu diesem Zeitpunkt war ich ziemlich unsicher, wohin mich mein Leben führen würde aber mir wurde schnell klar, dass Bildung alleine nicht der Schlüssel zu einem erfüllten Leben ist. Es ist sehr wichtig seinen Horizont zu erweitern und offen für andere Kulturen und Eindrücke zu sein. Diese Erkenntnis war das Resultat eines früh einsetzenden Fernwehs. Meine Eltern reisten viel mit uns und haben uns Kinder ermutigt andere Länder auf eigene Faust zu bereisen. Ich verbrachte einen großen Teil meiner Ausbildung im Ausland, wobei ich in den Genuss vieler neuer Freundschaften kam. Manche bestehen bis heute. Meine Reisen führten mich nach Nord- und Südamerika, Australien, Afrika, Asien und so ziemlich in alle Länder Europas. Meinem Lebenslauf ist meine Rastlosigkeit sicher anzusehen. Dennoch schloss ich mein Studium und meine Ausbildung zum Helikopterpiloten ab, führe heute die Familientradition weiter und leite ein erfolgreiches Berliner Modelabel. Wenn ich zurück schaue glaube ich, dass das Bereisen der Welt, einen großen Einfluss auf mein Verständnis des Lebens hatte und viel zu den wichtigen Entscheidung beitrug. In jedem Fall prägte es mein Bild von der Welt. Ich lernte eine große Vielfalt an Menschen und Kulturen kennen – die meisten davon nicht annähernd so privilegiert, reich, liberal oder sicher wie wir hier in Zentraleuropa. Ich habe gelernt, dass Werte an die ich glaube, nicht denen entsprechen, die in großen Teilen der Welt Gültigkeit haben. Es gibt so viel Elend auf der Welt und ich denke es ist sehr wichtig, dass man sich immer daran erinnert, dass die große Mehrheit der Weltbevölkerung nicht annähernd so viel Glück hat wie wir. Darum bin ich der Meinung, dass jeder der so lebt wie wir und die Möglichkeit hat, verpflichtet ist weniger privilegierten Menschen etwas zurück zu geben – egal ob sie einem nahe stehen oder absolut Fremde sind. Darum macht es mich wahnsinnig glücklich, dass das Projekt jetzt Gestalt annimmt, nachdem wir schon lange darüber nachgedacht haben. Es kommt von Herzen und ich hoffe sehr, dass wir etwas verändern können, das Leben von anderen Menschen verbessern und ihnen die Möglichkeit auf eine vielversprechendere Zukunft geben können. Ich bin sehr dankbar für mein Leben und für das Glück mit dem ich Umgeben bin. Wenn es die Möglichkeit gibt bedürftigere Menschen zu unterstützen, finanziell oder moralisch, dann nehme ich diese Herausforderung gerne an. Also los geht´s!

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